Forschung und Innovation

Forschung, Entwicklung und Innovation sind die Grundlagen für Deutschlands Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit.

Forschung, Entwicklung und Innovation sind die Grundlagen für Deutschlands Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit© thinkstock

Zukunftsfähige Lösungen für umweltfreundliche Energie, leistungsfähige Gesundheitsversorgung, nachhaltige Mobilität, sichere Kommunikation und einen sicheren Produktionsstandort Deutschland können ohne Fortschritte in Wissenschaft und Technik nicht entwickelt werden. Die Herausforderungen, vor denen Deutschland steht, betreffen auch andere Länder in Europa und der ganzen Welt.

Nie wurde in Deutschland mehr in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert als in den vergangenen Jahren. Die Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung stiegen im Zeitraum von 2005 bis 2017 von 9,0 Milliarden Euro auf zuletzt 17,2 Milliarden Euro im Jahr 2017 (Soll). Dies entspricht einem Zuwachs von über 90 %. Die FuE-Ausgaben der deutschen Wirtschaft sind nach vorläufigen Berechnungen im Jahr 2015 um 10 % auf 62,5 Milliarden Euro angestiegen. Staat und Wirtschaft haben 2015 zusammen gut 90 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Dies entspricht rund 3 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit ist das Ziel der Strategie Europa 2020, jährlich 3 % des BIP für FuE auszugeben, erreicht.

30 % aller FuE-Ausgaben in der Europäischen Union tätigt Deutschland; fünf der zehn innovativsten Unternehmen Europas kommen aus Deutschland. In internationalen Innovationsrankings zählt Deutschland zu den führenden Innovationsstandorten. Im Innovation Union Scoreboard der Europäischen Kommission zählt Deutschland zur Gruppe der Innovationsführer, auch der Global Innovation Index weist Deutschland eine führende Position zu. Die deutschen Patentanmeldungen nehmen weltweit einen Spitzenplatz ein. Im Vergleich zu den USA verfügt Deutschland über fast doppelt so viele weltmarktrelevante Patente pro eine Million Einwohner. Die im internationalen Vergleich gute Position der deutschen Exzellenzrate, die zeigt wie stark publizierte Ergebnisse zitiert werden, hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert.

Seinen Welthandelsanteil mit forschungsintensiven Waren konnte Deutschland im Verlauf der vergangenen Dekade stabil halten. Der Anteil Deutschlands am Welthandel mit forschungsintensiven Waren von mehr als 12 % liegt 2014 knapp vor den USA mit ca. 12 % und deutlich vor Japan mit etwas mehr als 6 %. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland gemessen an diesem Indikator einen Spitzenplatz ein.

Um die starke Wettbewerbsposition Deutschlands im internationalen Vergleich auch langfristig zu erhalten, ist die Beschäftigung mit künftigen Trends und Herausforderungen unerlässlich. Ganz entscheidend ist dabei die Digitalisierung, die neue Möglichkeiten in Anwendungsfeldern wie der künstlichen Intelligenz und der Mensch-Technik-Interaktionen eröffnet, aber auch die Steigerung der nachlassenden Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Hier setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit strukturell nachhaltigen Maßnahmen wie zum Beispiel dem „10-Punkte-Programm – Vorfahrt für den Mittelstand“ an.